Probeabos: testen, ohne in die Abofalle zu geraten
Ein Monat Streaming gratis, zwölf Wochen Zeitschrift für ein paar Euro, die App eine Woche kostenlos: Probeabos sind eine gute Art, etwas auszuprobieren. Sie haben aber eine eingebaute Falle. Wer nicht rechtzeitig kündigt, landet automatisch im regulären Abo, oft zu einem deutlich höheren Preis.
Wie Probeabos funktionieren
Die meisten Probeabos laufen nach dem gleichen Muster: Du testest eine Zeit lang kostenlos oder zu einem Testpreis. Kündigst du nicht, geht das Abo automatisch in den regulären Preis über, oft mit einer Mindestlaufzeit oder einer Kündigungsfrist.
- Kostenlos testen: typisch bei Streaming, Musik, Apps und Software, meist ein bis drei Monate.
- Testpreis: typisch bei Zeitungen und Zeitschriften, etwa einige Wochen zum Sonderpreis.
- Danach: der reguläre Preis, bei Zeitschriften oft pro Ausgabe oder pro Woche angegeben.
Die typischen Fallen
- Frist vor dem Testende: Bei manchen Angeboten musst du kündigen, bevor die Testphase vorbei ist, zum Beispiel „spätestens nach Erhalt der zehnten Ausgabe“ bei zwölf Wochen Test.
- Kleiner Preis pro Woche: Ein paar Euro pro Ausgabe klingen wenig, ergeben aufs Jahr gerechnet aber schnell mehrere hundert Euro.
- Abo über den App-Store: In-App-Abos kündigst du im App-Store, nicht durch Löschen der App.
- Vergessene Bestätigung: Ohne die Mail weißt du später weder Preis noch Frist noch Kundennummer.
| Testphase, 12 Wochen | 39,00 € |
| Danach pro Ausgabe (wöchentlich) | 7,10 € |
| Im Monat (× 52 ÷ 12) | 30,77 € |
| Im Jahr | 369,20 € |
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Vor dem Abschluss
- Bedingungen lesenWie lange dauert der Test, was kostet es danach, bis wann musst du kündigen?
- Letzten Kündigungstag notierenSofort, nicht später. Steht dort eine Regel wie „nach der zehnten Ausgabe“, rechne das Datum gleich aus.
- Erinnerung setzenEin paar Tage vor diesem Tag, damit du in Ruhe entscheiden kannst.
- Bestätigung aufhebenAls PDF oder Foto, zusammen mit der Kundennummer.
Widerruf ist nicht Kündigung
Bei Verträgen, die du online oder am Telefon abschließt, hast du in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Damit machst du den Vertrag rückgängig. Die Kündigung beendet dagegen ein laufendes Abo zum nächsten möglichen Termin. Beides sind getrennte Wege; bei einem Probeabo brauchst du meist die Kündigung.
So geht es im Ausgabentracker
Ein Probeabo trägst du als wiederkehrende Ausgabe mit dem Haken „Probeabo“ ein: Testpreis, „Kündigen bis“ und „Vollpreis ab“. Der Testpreis wird als eigene Ausgabe gebucht. Die App erinnert dich vor dem letzten Tag zum Kündigen, danach wählst du „Gekündigt“ oder „Behalten“.
- Erinnerung 1, 3 oder 7 Tage vorher und am letzten Tag noch einmal
- Wochenpreis eingeben, die App rechnet den Monatsbetrag aus
- Mit KI-Assistent (Pro): Foto der Bestätigungsmail, die App füllt Testpreis und Termine aus
- „Gekündigt“: Das Abo endet, der Eintrag bleibt als Erinnerung stehen

Häufige Fragen
Ich habe die Frist verpasst. Was nun? Kündige sofort zum nächstmöglichen Termin. Danach gelten die Bedingungen des regulären Abos, bei vielen Verträgen eine Frist von höchstens einem Monat. Mehr dazu im Artikel Verträge rechtzeitig kündigen.
Wie kündige ich ein Abo im App-Store? In den Kontoeinstellungen des Stores auf dem Handy gibt es eine Liste aller Abos. Dort lässt sich das Abo beenden; das Löschen der App allein reicht nicht.
Lohnt sich ein Probeabo überhaupt? Ja, wenn du es bewusst nutzt: testen, ehrlich entscheiden, rechtzeitig kündigen oder behalten. Teuer wird es nur, wenn du es vergisst.
