Abos im Blick: vergessene Verträge und Preiserhöhungen finden
Ein Abo ist schnell abgeschlossen: Probemonat, ein Klick, fertig. Gekündigt wird dagegen selten. Dazu kommen Preiserhöhungen von ein, zwei Euro, die einzeln kaum auffallen. Zusammen ergeben vergessene Abos und schleichende Erhöhungen schnell einen spürbaren Betrag im Jahr.
Wo sich Abos verstecken
- Girokonto: Lastschriften von Streaming-, Musik- und Software-Anbietern.
- Kreditkarte: viele internationale Dienste buchen dort ab.
- Bezahldienste: erscheinen auf dem Konto oft nur mit dem Namen des Bezahldienstes, nicht des eigentlichen Anbieters.
- App-Stores: In-App-Abos auf Handy und Tablet laufen über das Konto beim Store. In den Kontoeinstellungen des Stores gibt es eine Liste aller laufenden Abos.
- Handyrechnung: Drittanbieter-Abos können über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Eine Drittanbietersperre beim Anbieter verhindert das.
Die Abo-Checkliste
- Liste anlegenName, Preis, Rhythmus (monatlich, jährlich), nächste Abbuchung, Kündigungsfrist.
- Jahresbetrag ausrechnen12,99 € im Monat klingt wenig, sind aber 155,88 € im Jahr.
- Nutzung ehrlich prüfenWann hast du den Dienst zuletzt genutzt? Würdest du ihn heute neu abschließen?
- Kündigen, wechseln oder pausierenViele Streamingdienste lassen sich monatlich kündigen und später wieder starten. Rotieren statt alle gleichzeitig zu bezahlen spart oft viel.
- Kündigungsbestätigung aufhebenBis zur letzten Abbuchung kontrollieren, dass wirklich nichts mehr abgeht.
| Streaming A, 13,99 € im Monat | 167,88 € |
| Streaming B, 9,99 € im Monat | 119,88 € |
| Musik, 10,99 € im Monat | 131,88 € |
| Cloud-Speicher, 2,99 € im Monat | 35,88 € |
| Fitness-App, 59,99 € jährlich | 59,99 € |
| Summe pro Jahr | 515,51 € |
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Preiserhöhungen erkennen
Anbieter kündigen Preiserhöhungen meist per E-Mail an, oft mit einem Hinweis auf dein Sonderkündigungsrecht oder die Möglichkeit, zu widersprechen. Wer diese Mail übersieht, zahlt einfach weiter.
- Preis notieren: Nur wer den alten Preis kennt, bemerkt den neuen.
- Abbuchungen vergleichen: Weicht der Betrag vom Vormonat ab, kurz nachsehen, warum.
- Fristen beachten: Bei angekündigten Erhöhungen bleibt oft nur ein begrenzter Zeitraum, um zu reagieren. Die genauen Regeln stehen in der Mitteilung des Anbieters.
So geht es im Ausgabentracker
Abos trägst du als wiederkehrende Ausgabe mit ihrem Rhythmus ein. Steigt der Preis, legst du den neuen Betrag ab einem Stichtag fest; die alten Monate bleiben korrekt. Die App meldet von selbst, wenn ein Abo teurer geworden ist.
- Alle Abos an ihrem Abbuchungstag im Kalender
- Preiserhöhung ab Stichtag, mit Hinweis in der Übersicht
- Mit Bankanbindung (ab Plus) fallen neue Abbuchungen von selbst auf

Häufige Fragen
Wie finde ich Abos, die über den App-Store laufen? In den Kontoeinstellungen des App-Stores auf deinem Handy gibt es eine Übersicht aller laufenden Abos mit Verlängerungsdatum. Dort kannst du sie meist auch direkt kündigen.
Was ist ein Probeabo, das sich verlängert? Viele Dienste starten mit einem kostenlosen Zeitraum und gehen danach automatisch in ein bezahltes Abo über. Trag dir das Ende der Probezeit direkt in den Kalender ein.
Gemeinsame Abos mit Familie oder Mitbewohnern? Familien- oder Mehrpersonentarife sind pro Kopf oft deutlich günstiger. Prüfe aber die Bedingungen des Anbieters, etwa ob alle im selben Haushalt wohnen müssen.
Wie oft sollte ich meine Abos prüfen? Einmal pro Quartal reicht. Zusätzlich immer dann, wenn eine Mail zu einer Preis- oder Vertragsänderung kommt.
