Kontoumsätze als CSV exportieren und importieren
Fast jede Bank bietet im Online-Banking einen Export der Umsätze als CSV-Datei an. Damit holst du dir ältere Umsätze ins Haushaltsbuch, ohne jeden einzeln abzutippen, oder du nutzt Konten, für die es keine automatische Anbindung gibt. Dieser Artikel zeigt, wie der Export grundsätzlich funktioniert und was der Ausgabentracker beim Import erkennt.
Umsätze im Online-Banking exportieren
Wo der Export genau steht, unterscheidet sich von Bank zu Bank und ändert sich mit neuen Versionen des Online-Bankings. Das Vorgehen ist aber fast immer gleich:
- Im Browser anmeldenDer Export ist im Online-Banking am Computer meist leichter zu finden als in der Banking-App.
- Umsatzliste des Kontos öffnenOft heißt der Bereich „Umsätze“, „Kontoumsätze“ oder „Buchungen“.
- Zeitraum wählenZum Beispiel die letzten zwölf Monate. Manche Banken begrenzen, wie weit du zurückgehen kannst.
- Export als CSVHäufig ein Symbol oder Menüpunkt wie „Export“, „Download“ oder „Umsätze herunterladen“. Wähle CSV, nicht PDF.
Was der Ausgabentracker beim Import erkennt
CSV-Dateien deutscher Banken sehen sehr unterschiedlich aus. Der Import erkennt deshalb vieles automatisch:
- Kodierung: UTF-8 und das ältere Windows-Format, damit Umlaute richtig ankommen.
- Trennzeichen: Semikolon, Komma oder Tabulator.
- Vorspann: Viele Exporte beginnen mit Kontodaten oder dem Zeitraum. Die eigentliche Kopfzeile wird darunter gesucht.
- Spalten: Buchungsdatum, Betrag, Empfänger oder Auftraggeber, Verwendungszweck und Saldo, auch unter unterschiedlichen Namen.
- Zahlen und Daten: deutsches und englisches Zahlenformat, verschiedene Datumsformate.
- Soll und Haben: getrennte Spalten für Belastungen und Gutschriften oder ein eigenes Soll/Haben-Kennzeichen, wie es etwa manche Volksbank-Exporte haben.
- Empfänger im Buchungstext: Steht der Empfänger nur im Buchungstext, etwa bei comdirect, wird er daraus gelesen.
- Saldo-Zeilen und vorgemerkte Umsätze: werden übersprungen, weil sie keine gebuchten Umsätze sind.
Klappt die Erkennung nicht vollständig, ordnest du die Spalten einmal selbst zu. Diese Zuordnung merkt sich der Import für das Konto und nutzt sie wieder, solange die Datei dieselben Spalten hat.
Doppelte Umsätze und Kontostand
- Duplikate: Umsätze, die schon da sind, aus einem früheren Import oder der automatischen Bankanbindung, werden erkannt und nicht noch einmal übernommen. Du kannst also überlappende Zeiträume importieren.
- Kontostand-Verlauf: Enthält die Datei eine Saldo-Spalte, ergänzt der Import den Verlauf deines Kontostands für die Tage, die noch fehlen.
- Vorschau: Vor dem Import siehst du, wie viele Umsätze neu, schon vorhanden oder nicht lesbar sind, mit dem Grund je Zeile.
Nach dem Import: übernehmen statt abtippen
Importierte Umsätze landen wie abgerufene Umsätze in der Übernahme. Du bestätigst, als welche Ausgabe oder Einnahme sie gebucht werden; aus deinen Entscheidungen lernt die App Kategorien je Empfänger. Gebucht wird nur, was du bestätigst.
Typische Probleme
- „Keine Kopfzeile gefunden“: Meist ist es kein Umsatzexport, sondern etwa ein Kontoauszug oder eine andere Liste. Prüfe, ob die Datei Spalten für Datum und Betrag hat.
- Datei zu groß: Der Import nimmt bis zu 5 MB und 20.000 Umsätze. Exportiere bei Bedarf kürzere Zeiträume.
- Umlaute falsch: sollte durch die Erkennung der Kodierung nicht passieren. Falls doch, die Datei nicht vorher in einer Tabellenkalkulation öffnen und neu speichern, sondern den Original-Export nehmen.
- Excel-Datei statt CSV: Dateien im Format .xlsx werden nicht gelesen. Im Online-Banking CSV wählen.
So geht es im Ausgabentracker
Den CSV-Import findest du unter Konten → Umsätze („CSV importieren“) und unter Einstellungen → Bankanbindung. Er ist Teil der Bankanbindung und ab dem Modell Plus enthalten. Eine Verbindung zur Bank brauchst du dafür nicht.
- Automatische Erkennung mit Zuordnung, falls nötig
- Duplikate werden erkannt, auch gegen abgerufene Umsätze
- Die Datei wird nur gelesen und nicht aufbewahrt

Häufige Fragen
Welche Banken werden unterstützt? Der Import ist nicht an bestimmte Banken gebunden, sondern erkennt die Spalten des Exports. Typische deutsche Exporte, etwa von Sparkassen, Volksbanken, DKB oder comdirect, enthalten die nötigen Spalten Datum und Betrag. Klappt die Erkennung nicht, ordnest du die Spalten einmal selbst zu.
Kann ich mehrere Konten importieren? Ja. Jede Datei importierst du in das passende Konto im Ausgabentracker. Die Zuordnung der Spalten wird je Konto gespeichert.
Was passiert, wenn ich dieselbe Datei zweimal importiere? Nichts Schlimmes: Bereits vorhandene Umsätze werden erkannt und übersprungen. Die Vorschau zeigt dir vorher, wie viele neu sind.
Brauche ich dafür die Bankanbindung? Nein. Der CSV-Import funktioniert ohne Verbindung zur Bank, ist aber Teil des Funktionsumfangs ab dem Modell Plus.
